Archiv für den Monat: August 2015

Kennzahlen Sozialhilfe in Schweizer Städten 2014: Wer lange Sozialhilfe bezieht, hat meist Gesundheitsprobleme

Eine Studie der Städteinitiative Sozialpolitik und der Berner Fachhochschule belegt, dass knapp zwei Drittel der Langzeitbeziehenden in der Sozialhilfe nachweisbar unter gesundheitlichen Beeinträchtigungen leiden. Sie sind oft zu krank, um im Arbeitsmarkt zu bestehen, und haben dennoch meist keinen Anspruch auf eine IV-Rente.

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Quelle: Städteinitiative Sozialpolitik

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Sozialhilfe unter Druck – sieben Thesen

Nachgefragt bei Carlo Knöpfel

Wer sich Gedanken zu den aktuellen Entwicklungen in der Sozialhilfe machen will, ist gut beraten, sich die Grundlagen unseres Zusammenlebens in der Schweiz und den daraus ableitbaren Regelungen zur Hilfe für Menschen in Not in Erinnerung zu rufen.
Nichts liegt dabei näher, als dazu einen Blick in die Bundesverfassung zu werfen, und insbesondere die Präambel sowie die einschlägigen Artikel 2, 7, 8, 12 und 115 zu lesen.

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Quelle: Schweizerische Gemeinnützige Gesellschaft

Harmonisierung der Sozialhilfe – ein steiniger Pfad

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (SKOS) fordert schon seit langem ein Rahmengesetz für die Sozialhilfe auf Bundesebene. Ein solches hat politisch zurzeit jedoch keine Chance. Trotzdem möchte der Bundesrat die Sozialhilfe in den Kantonen und in den Gemeinden harmonisieren, wie er in einem im Februar 2015 veröffentlichten Bericht festhält. Statt auf ein Rahmengesetz setzt er auf vermehrte Kooperation zwischen den Kantonen.

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Quelle: sozialinfo.ch

Sozialhilfe: Wie pekuniärer Anreiz zur Motivationsbremse wird

Wer von der Sozialhilfe lebt, soll finanziell nicht besser gestellt sein, als Erwerbstätige mit bescheidenem Einkommen, die ohne Sozialhilfe auskommen. Wer aus der Abhängigkeit von der Sozialhilfe herauskommt, soll nachher nicht weniger Geld zur Verfügung haben als in der Sozialhilfe. Abhilfe soll die Besteuerung der bedarfsabhängigen Sozialleistungen bringen und im Gegenzug die Steuerbefreiung des Existenzminimums. Die Beseitigung dieser systembedingten Ungerechtigkeiten lässt schon lange auf sich warten – und nach Lage der Dinge wird es noch eine Weile so bleiben.

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Quelle: Faktuell.ch

SozialAktuell Juli: Sozialhilfe

Bis weit in die Neuzeit hinein verteilten die Kirchen Almosen an die Armen. Später wurden die Heimatgemeinden zuständig, was endlose Armenjagden auslöste. Der Kanton Bern führte das Wohnsitzprinzip bereits im 19. Jahrhundert ein, dieses konnte sich aber erst vor dem zweiten Weltkrieg gesamtschweizerisch durchsetzen. Das Grundrecht auf Hilfe in Notlagen wurde 1999 als Neuerung bei der letzten Bundesverfassungsrevision eingeführt. Ob es ein eidgenössisches Rahmengesetz für die Sozialhilfe braucht, wird periodisch diskutiert, doch auch 2015 hat es noch keine Realisierungschance. Stellen die aktuellen und andauernden öffentlichen Debatten um immer neue Aspekte der Sozialhilfe eine notwendige Durst- und Rüttelstrecke dar im Hinblick auf eine neue Verankerung und Legitimierung der Sozialhilfe? Die Geschichte zeigt, dass Entwicklungen (nicht nur) in der Sozialhilfe lange dauern und Diskussionen zuweilen heftig geführt werden.

Wir bleiben optimistisch und hoffen auf einen nächsten Vorstoss für ein Rahmengesetz, welches die nötigen Leitplanken für die Sozialhilfe in der ganzen Schweiz sichern könnte. Die aktuellen Auseinandersetzungen fordern natürlich auch die Sozialarbeitenden heraus. Wir greifen in dieser Nummer wichtige Aspekte auf.

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Quelle: AvenirSocial